Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist er heraus! Die in den letzten Randnotizen erhoffte Konkretisierung zur Arbeitsentlastung ist mit dem Erlassentwurf des Kultusministeriums „Entlastung von Unterrichtsverpflichtungen zur Sicherstellung der Korrekturen der schriftlichen Abiturprüfungsarbeiten“ an die Schulen herausgegangen. Man könnte auch sagen, der Kultusminister hat „geliefert“.

 

Dieser Entwurf nebst Hinweisen ist von den Verbänden umgehend an ihre Mitlieder weitergegeben, kommentiert, kritisiert, zum Teil gut geheißen worden. Im Einzelnen werden in diesem Erlass Regelungen zu den sogenannten „Korrekturtagen“ angekündigt, die ziemlich präzise nach einem Schlüssel erfolgen sollen, der den Termin der Abiturklausur sowie die Anzahl der Prüflinge zugrunde legt. Auf dieser Basis sollen Kolleginnen und Kollegen einen oder mehrere Korrekturtag erhalten, wobei die Planung der Umsetzung der Schulleitung obliegt, denn „über die konkrete Handhabung entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter unter Berücksichtigung dienstlicher – insbesondere pädagogischer – Erfordernisse.“ Dabei ist „Unterricht, der aufgrund der Inanspruchnahme von Korrekturtagen nicht planmäßig erteilt werden kann, […] nach Möglichkeit zu vertreten“. Auch diese Möglichkeit hat wiederum die Schulleitung zu prüfen, die sich nunmehr in einer Zwickmühle befindet: Wenn man Korrekturtage einräumt und den planmäßigen Unterricht als erteilt wertet, fällt Unterricht effektiv aus. Das wird den Schülerinnen und Schülern sehr, den Eltern eher weniger schmecken. Verfährt man nach der strengeren Lesart des Erlasses, sollte der Unterricht möglichst vertreten werden. Vertreten durch andere Kolleginnen und Kollegen, die eventuell selbst in Abiturkorrekturen stecken, als Korreferentin oder Korreferent beteiligt sind oder das ganz normale Geschäft der Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, Planung und Korrektur von Arbeiten und Klausuren zu erledigen haben. Im Sinne der Fürsorge, auf die sich der Erlassentwurf ausdrücklich bezieht, erscheint dies nicht sinnvoll. Entlastung auf der einen Seite sollte nicht zu Belastungen auf anderer Seite führen. Daher gibt es nur die eine Lösung: Unterricht fällt bei der Gewährung von Korrekturtagen aus! Alles andere wäre eine Verschiebung der Belastungsspitze Einzelner zuungunsten vieler.

Die erweiterte Schulleitung des Gymnasiums Alfeld wird sich gemeinsam mit dem Schulpersonalrat beraten, wie grundlegend und im Einzelfall zu verfahren ist.

Die Schulgemeinschaft wir zeitnah über die Entscheidungen und etwaige Auswirkungen informiert.

 

Inzwischen ist unser Antrag zur Rezertifizierung als Europaschule bei der Schulbehörde eingetroffen und wir hoffen, dass die Schulbehörde unsere Selbsteinschätzung nachvollziehen kann, sodass der Antrag in vollem Umfang anerkannt und genehmigt wird. Alleine die schriftliche Begründung umfasst knapp 20 Textseiten, ergänzt durch über 100 Seiten Materialien.

Der Titel „Europaschule in Niedersachsen“ ist einerseits eine nach außen sichtbare Auszeichnung für unsere bisherigen Bemühungen und Angebote, andererseits aber eine Verpflichtung, gemäß des Erlasses „die aktive Teilhabe an der Unionsbürgerschaft sowie die Mehrsprachigkeit zu stärken und in besonderem Maße die Entwicklung interkultureller Kompetenzen zu ermöglichen.“

Diesen Weg werden wir in den kommenden Jahren weiter beschreiten. Die nächste große Aufgabe wird dabei sein, die Entwicklung des Gedankens der Völkerverständigung in unserem Schulprogramm auszuschärfen und ihm eine entscheidende Rolle zuzuweisen, sodass wird das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an der Europäischen Union nachhaltig fördern und sie auf sich eine stetig verändernde und internationaler werdende Arbeitswelt vorbereiten.

 

Michael Strohmeyer

Liebe Leserinnen und Leser,

wie in den letzten Jahren zuvor, starten wir mit einer schulinternen Lehrerfortbildung in das zweite Halbjahr. Am Montag, den 04. Februar fällt der planmäßige Unterricht aus und das Kollegium widmet sich in zehn Arbeitsgruppe der Schulqualitätsentwicklung. Angeleitet von einem Schulentwicklungsberater der Niedersächsischen Landesschulbehörde wurde bereits ein Tag nach den Herbstferien zur Initialisierung der thematischen Schwerpunkte genutzt. Diese Arbeit soll nun fortgeführt, in weiten Teilen abgeschlossen und in das Schulprogramm überführt werden. Dabei geht es zum Beispiel um die mögliche Neuausrichtung unserer Profilklassen, die Ausgestaltung des Seminarfachs oder auch um die schulinternen Curricula zu Medien, Methoden und Mobilität.

Wie bereits im Januar beschrieben, ist unsere Unterrichtsversorgung im zweiten Halbjahr so gut, dass wir weitere Differenzierungskurse und Förderangebote anbieten werden und sogar per Abordnung mit einigen Stunden Mathematik an einer anderen Alfelder Schule aushelfen. Wenn es uns dann im Sommer gelingt, die wenigen Mangelfächer zu besetzen, die unsere Unterrichtsversorgung noch ausweist, sind wir für die nächsten Jahre gut gerüstet. Ebenso werden wir zum Sommer eine weitere Stelle in der erweiterten Schulleitung neu besetzen, denn das letzte Mitglied aus der alten „Männerrunde“ geht in den Ruhestand. Damit wären seit dem Jahr 2014, in dem ich als neuer Schulleiter an das Gymnasium gekommen bin, sämtliche Stellen in der erweiterten Schulleitung mit neuen Mitgliedern besetzt, die Schulleitung also komplett neu aufgestellt.

Zum ersten Mal bieten wir unsere Schnuppertage für die Viertklässler im Februar an. Circa 190 Kinder haben sich bereits angemeldet und werden unsere Schule von innen kennenlernen und an Probeunterrichten teilnehmen. Am Freitag, 15.02.2019 bieten wird dann für alle Interessierten den „Tag der offenen Tür“ an, der erstmalig mit dem Informationsabend zum Übergang auf das Gymnasium abgeschlossen wird. Wir sind gespannt, wie dieses neue Konzept bei Kindern und Eltern ankommt und freuen uns auf Rückmeldungen. Letztendlich werden die Anmeldezahlen im Sommer belegen, wie gut wir unser Angebot vermitteln und wie viele Kinder und Eltern wir überzeugen konnten, dass das Gymnasium Alfeld nicht nur eine gute Wahl, sondern die richtige Entscheidung für die weitere Schullaufbahn ist.

Wie inzwischen der örtlichen und überregionalen Presse zu entnehmen war, ist die Klage eines unserer Kollegen vor dem Verwaltungsgericht Hannover, für zusätzliche Aufgaben als Oberstudienrat entsprechende Unterrichtsentlastung zu erhalten, gescheitert. In anderen Bundesländern ist eine Entlastung durchaus möglich, ebenso an anderen Schulformen in Niedersachsen, die sich aber nicht immer direkt mit der Struktur eines Gymnasiums vergleichen lassen. Ebenso ist eine Entlastung von teilzeitbeschäftigen Oberstudienrätinnen und -räten an Gymnasien inzwischen erfolgt. Grundsätzlich sollte ein vollzeitbeschäftigter Oberstudienrat allerdings in der Lage sein, „durch planvolle und effiziente Arbeit Mehrarbeit zu kompensieren“, so der Richter. Dieser Argumentation möchte man gerne zustimmen, sie berücksichtigt allerdings nicht, dass in der Regel nicht nur eine Fachbereichsleitung, sondern noch weitere Aufgaben für eine Oberstudienrätin/einen Oberstudienrat hinzukommen müssen, um eine entsprechende Beförderungsstelle ausschreiben zu können. Aus Gründen der Fürsorge ist dann wieder die Schulleiterin/der Schulleiter vor Ort in der Verantwortung, gegebenenfalls eine Entlastung zu ermöglichen. Im Klartext und letztendlich heißt dies, das gesamte System der einzelnen Schule trägt die zusätzlichen Aufgaben, die in den letzten Jahren auf die Schulen heruntergebrochen wurden. Diese Aufgaben mit einer Beförderungsstelle zu honorieren, ist der eine mögliche Weg. Eine weitere Entlastung, um sich mit voller Hingabe den zusätzlichen  Aufgaben widmen zu können, wäre eine gewinnbringende Wertschätzung. Dies würde natürlich Kosten verursachen, sich aber mit großer Sicherheit positiv auf die Zufriedenheit und Arbeitsleistung der Betroffenen auswirken.

Aber unser Kultusminister hat bereits einige Ideen zur Entlastung angekündigt. Wir warten mit Spannung auf weitere Konkretisierungen!

Ihr Michael Strohmeyer

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