Liebe Schulgemeinschaft,

der Unterricht nach den Herbstferien ist fast im Normalmodus angelaufen. Nach Maßgabe des Kultusministeriums, geregelt durch eine Rundverfügung der Niedersächsischen Landesschulbehörde, haben wir das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht dringend empfohlen. Diese Empfehlung ist nicht durchgängig auf Zustimmung gestoßen.

Einzelne Eltern haben sie kritisiert und Einschränkungen beim Atmen oder sogar Gefährdungen geltend gemacht.

Einige Klassen haben für sich beschlossen, auf die Umsetzung der Empfehlung zu verzichten.

Auch wenn sich die meisten Schülerinnen und Schüler und alle Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Empfehlung orientiert haben, ist somit insgesamt ein Flickenteppich entstanden.

Seit dem 2.11.2020 müssen nunmehr im Unterricht verpflichtend MNBs getragen werden, wenn der Inzidenzwert in einem Landkreis die Grenze von 50 Infizierte auf 100.000 Einwohner überschritten hat. Diese Festlegung ist eindeutig und verbindlich, somit wenig Handlungsspielraum gegeben. Sie lässt sich zudem leicht überprüfen und schafft damit Handlungssicherheit für alle Beteiligten – welcher Fraktion man auch angehört.

Es wird weiterhin Personen und Personenkreise geben, die das Tragen der MNBV grundsätzlich ablehnen und die Wirksamkeit dieser Maßnahme anzweifeln.

Auch der Kultusminister stellt einschränkend fest: „Schule ist bisher weder Ausgangspunkt noch Verbreitungsort der Pandemie.“ Er ergänzt aber: „Gleichwohl bleibt der Gesundheitsschutz aller an Schule Beteiligten im Fokus der weiteren Entscheidungen.“ (G.H. Tonne, Brief an die Schulen vom 22.10.2020). Diese Entscheidung ist wie alle anderen Einschränkungen des öffentlichen Lebens vielleicht nicht gleich erklärlich, sie wird sich aber hoffentlich mindestens rückblickend als zielführend erweisen.

Auch bezüglich eines potenziellen Wechsels von Szenario A zu Szenario B gab es einige Unklarheiten in der Kommunikation zu bereinigen. Ein Wechsel zu Szenario B und zu geteilten Lerngruppen und A-B-Wochen ist erst dann angezeigt, wenn

  1. der Inzidenzwert über 100/100.000 Einwohner liegt UND
  2. das zuständige Gesundheitsamt eine Infektionsschutzmaßnahme für die betroffene Schule festgelegt hat, die mindestens eine Lerngruppe betrifft. (z.B. eine Quarantänemaßnahme).

Ohne die Kombination BEIDER Aspekte wird es keinen Wechsel zu Szenario B geben.

Ob und wann dieser Fall eintritt, scheint allerdings in Anbetracht der dynamischen Entwicklung in Niedersachsen eher eine Frage der Zeit als eine Frage der wirksamen Maßnahmen zu sein.

Denn die Infektionen werden in die Schule hineingetragen und entfalten dann eventuell doch ihre Wirksamkeit.

Daher wird der Sportunterricht bis auf Weiteres auch (noch) nicht als Praxis erteilt. Wir prüfen, ob unsere Sporthalle und die Umkleideräumlichkeiten geeignet sind, den Hygienevorgaben zu genügen. Wahrscheinlich darf nur jeweils eine einzelne Klasse in der großen Sporthalle unterrichtet werden, damit in den Umkleiden keine unnötigen Kontaktmöglichkeiten entstehen. Problematisch bleiben dennoch die Vorgaben der Kontaktlosigkeit und des Mindestabstands im Sportunterricht. Bis zu einer abschließenden Klärung wird alternativer Unterricht erteilt oder es werden sich Unterrichtsgänge mit sportlichem Charakter im Außenbereich oder theoretischer Unterricht ergeben.

Denkbar ist auch, dass die Stunden zugunsten eines anderen Faches verlagert werden, um Lerndefizite des letzten Schuljahres zu kompensieren.

Wir wünschen uns und hoffen sehr darauf, dass wir in diesem beschriebenen Setting mindestens bis zu den Weihnachtsferien Schule gestalten und aufrechterhalten können.

Wir wissen aber auch, was die öffentlichen Beschränkungen für alle Beteiligten bedeuten und dass sich jeder verständlicherweise mehr Normalität wünscht. Mehr soziale und auch körperliche Kontakte, mehr kulturelles und sportliches Leben und mehr Bewegungsfreiheit.

Auch diese Aspekte sind in der Schule deutlich eingeschränkt und die Auswirkungen auf das Miteinander sind täglich spürbar – besonders in der dunklen Jahreszeit.

Wir werden aber unser Möglichstes dazu beitragen, dass neben dem Lernerfolg auch der Spaß und die Freude am Lernen nicht zu kurz kommen, dass auch unter der MNB gescherzt werden kann und bald vorweihnachtliche Stimmung aufkommt.

Bleiben Sie alle gesund!

Liebe Schulgemeinschaft,

die Herbstferien stehen kurz bevor und bisher haben wir uns innerschulisch ganz wacker geschlagen.

Auch wenn man nicht behaupten würde, dass alles optimal läuft, waren bisher dennoch nur kleinere Korrekturen des „eingeschränkten Regelbetriebs“ notwendig.

Nach diversen Rückmeldungen aus Elternversammlungen, dem Kollegium, aus der Schülerschaft und den Gremien haben wir einige „Problemzonen“ identifiziert, an denen wir nachjustieren müssen, damit sich alle sicher fühlen und in der Schule arbeiten können.

Bezüglich der Anfahrt zu uns haben wir nur eingeschränkte Möglichkeiten, auf z.B. den Busverkehr oder die Gestaltung des Transportes Einfluss zu nehmen. Nach einigen Gesprächen mit der Schülerbeförderung ist zutage getreten, dass die für Schulen und das Allgemeinleben geltenden Abstandsregelungen für die Busse nicht gelten und auch nicht umgesetzt werden können. Die Busse sind teilweise sehr voll, aber zusätzliche Busse können nicht zur Verfügung gestellt werden. Auch wenn die Maskenpflicht im Bus gilt, wird das Abstandsgebot somit grundsätzlich ausgehebelt, was bei vielen verständlicherweise zu Unverständnis und auch Unmut führt. An dieser Stelle müssen wir auf die Einsicht aller Beteiligten setzen, dass sie aufeinander so gut es geht Rücksicht nehmen und eventuell alternative Buslinien nutzen.

Im Gebäude stellen wir fest, dass die Regelungen tragfähig sind und überwiegend eingehalten, manchmal aber auch kreativ ausgelegt werden. Die Aufenthaltsbereiche und Toiletten sind solch sensible Bereiche, in denen wir nachsteuern mussten. Die Vorgabe für die Pausen, diese grundsätzlich im Außenbereich zu verbringen, schien sich nicht allen zu erschließen, sodass diese Regelung nachdrücklich durchgesetzt werden muss. Es sollte aber allen einsichtig sein, dass ein Aufenthalt an der frischen Luft das geringste Infektionsrisiko birgt und daher nicht nur zu empfehlen, sondern sogar anzuordnen ist, solange die Witterung es zulässt.

Mit größeren Schwierigkeiten wird das vorgeschriebene Lüftungskonzept durchzuhalten sein. Die Regelung, nach 45 Minuten fünf Minuten stoßzulüften, gilt und wird praktiziert. Neu sind die Überlegungen des Schulgipfels, auf das Raster 20 – 5 – 20 Minuten umzuschwenken, also nach zwanzig Minuten bereits die erste Lüftungspause einzulegen.

Was sich zurzeit aufgrund der Witterung noch unproblematisch umsetzen lässt, wird spätestens nach den Herbstferien spannend: Wie lange kann man lüften, wenn draußen Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen? Kühlen die Räume soweit aus, dass man sich der zusätzlichen Gefahr einer Erkältung aussetzt? Sollten Schüler*innen (und Kolleg*innen!) Decken mitbringen, mit Mütze und Mantel im Unterricht sitzen? Behördlicherseits gibt es verständlicherweise zu dieser Problematik bisher keine verbindlichen Hinweise, zu verschieden sind die Situationen an den Schulen. Selbst bei uns im Gebäude sind die Gegebenheiten sehr unterschiedlich:  Flachdach-nahe Räume sind durch Sonneneinwirkung gut gewärmt, andere in Kellernähe nur mit durchlaufender Heizung auf Raumtemperatur zu bringen.

Es gibt inzwischen vereinzelte Forderungen, im Unterricht grundsätzlich die MNB zu tragen, um das Lüften notfalls herunterfahren zu können.

Wir werden nach den Herbstferien das neue Lüftungskonzept ausprobieren und erkunden, wie es mit den Heizbedürfnissen in Einklang zu bringen ist. Ebenso sind wir auf die nächsten Vorschläge und Ministerbriefe gespannt, die uns hoffentlich weitere Handlungssicherheit und Ideen geben werden.

Am 8. Oktober bieten wir einen Beratungstermin für die Schüler*innen der Sekundarstufe I und deren Eltern an, um über die aktuelle Situation und weitere Regelungen miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben der psychosozialen Situation des Kindes soll über die Erfahrungen in der Corona-Zeit mit dem Lernen zu Hause und über die Situation im Elternhaus gesprochen werden. Weiterhin wird es eine Rückmeldung zum Lernstand des Kindes geben mit dem Ziel, individuelle Verabredungen für die Weiterarbeit zu treffen. Weitere Angebote, auch für die Sekundarstufe II, befinden sich in Planung.

Einzelheiten zu Terminen, Personalveränderungen und Corona-Regelungen finden sich im gymfo, das in den nächsten Tagen über die Klassen und Seminarfächer verteilt wird.

Wir freuen uns wie immer auf Rückmeldungen aus dem Kreis der Schulgemeinschaft und wünschen allen weiterhin Gesundheit und alles Gute.

Michael Strohmeyer

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