Liebe Leserinnen und Leser!

Nachdem der Oktober mit den mehr als zweiwöchigen Herbstferien gut gefüllt war, die wiederum durch unsere Austausche mit England, Russland (Besuch  bei uns) und Polen (Gäste bei uns) eingerahmt wurde, haben sich inzwischen auch alle Kommissionen innerhalb der Schule neu geformt. Mit der Wahl der Kollegiumsvertreter*innen für den Schulvorstand auf der letzten Gesamtkonferenz  ist dieses wichtige Gremium komplett besetzt und kann sich den nächsten Aufgaben widmen. Nach Erarbeitung und Vorlage durch den Schulvorstand wurde auf der letzten Gesamtkonferenz am 22.10.2019 die neue Schulordnung einstimmig verabschiedet und durch Aushang bekannt gegeben. Sie wird allen Schülerinnen und Schüler per Kopie zugehen und über die Homepage veröffentlicht, damit auch die Erziehungsberechtigten Einblick nehmen können. Die neue Schulordnung ist mit dem obigen Datum der Gesamtkonferenz gültig.

Als weitere Aufgabe für den Schulvorstand steht die Überarbeitung des Fahrtenkonzeptes nach G9 und dabei besonders die Frage an, ob und in welchem Umfang in den Jahrgängen 10 und 11 Schulfahrten eingerichtet werden. Die Seminarfahrt wird wie bisher zu Beginn des zweiten Jahres der Qualifikationsphase, ab sofort also im Jahrgang 13, angeboten. Nach nochmaliger redaktioneller Bearbeitung des Leitbildes, das bereits in der Gesamtkonferenz vom 25. März 2019 kommuniziert wurde, wird sich der Schulvorstand weiterhin dem Schulprogramm widmen, das nunmehr angepasst werden muss. Über beides muss letztendlich nochmals die Gesamtkonferenz befinden, bevor die Veröffentlichung über die Homepage erfolgen kann. An dieser Stelle ist auf der Homepage noch ein „Ständiger Ausschuss Schulentwicklung“ aufgeführt, der in den letzten zwei Jahren nicht mehr getagt hat, aber neu eingerichtet werden soll. Dieser Schulentwicklungsausschuss wird durch Eltern-, Schüler- und Kollegiumsvertreter*innen besetzt und wird die Aufgabe der Steuerung von Schulentwicklungsprozessen übernehmen. Dabei soll er nicht überwachen, sondern Verbindlichkeiten schaffen, Strukturen empfehlen, zusammenführen und evaluieren. Er wird smarte Ziel definieren, die spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sind, dabei Ziele eindeutig priorisieren und andere zurückstellen.           

Interessierte können sich ab sofort bei der Schulleitung über das Sekretariat melden.

Wie der Presse zu entnehmen war, gibt es zurzeit zwei ernstzunehmende Vorstöße, die Ferienregelung in Niedersachsen zu ändern. Die eine Petition, angestoßen durch einen Kollegen aus Stadthagen, schlägt vor, ab dem Jahr 2015 einwöchige Winterferien in der Zeit zwischen Januar und März einzurichten. Man würde eine spürbare Unterbrechung zwischen den Halbjahren erzeugen und Familien hätten damit erstmalig die Chance auf effektive Winterferien. Nach Vorschlag des Pädagogen könnten die erforderlichen Ferientage durch eine Verkürzung der Osterferien und dem Wegfall der Halbjahresferien und anderer Brückentage generiert werden. Acht Bundesländer haben bereits Winterferien, die in einigen Fällen sogar zwei Wochen umfassen.

Die für die Petition erforderlichen 5000 Unterschriften waren nach wenigen Tagen erreicht, sodass sich der Landtag der Thematik im November annehmen muss. Sie hat aber, aufgrund vorheriger eindeutiger Positionierungen der Lehrerverbände, des Landeselternrats, des Landesschülerrats und der Tourismusverbände, nur eine geringe Chance auf Realisierung. Diese Gremien hatten sich schon in einer Anfrage aus dem Jahr 2015 für eine Beibehaltung der bisherigen Ferienregelung ausgesprochen.

Gerade die Tourismusbranche ist auch sehr aktiv, wenn es um den zweiten Vorstoß geht, der auch von unserem Kultusminister befördert wird: Die Termine der Sommerferien sollten bundesweit vereinheitlicht werden und generell zwischen dem 1. Juli und 10. September liegen. Durch das zurzeit rollierende System hat unter anderem Niedersachsen immer wieder mit unterschiedlich langen bzw. auch sehr kurzen Schuljahren zu kämpfen, ist die Terminierung der Abiturprüfungen aufgrund der bundesweiten Aufgaben schwierig und führt zu teilweise unzumutbaren Terminverdichtungen sowohl für Schüler*innen als auch für Kolleg*innen. Die Tourismusbranche fordert allerdings das genaue Gegenteil, nämlich eine bundesweite Ausweitung des Korridors der Sommerferien. Damit könne eine bessere Auslastung der Betten gesichert werden. Es muss die berechtigte Frage erlaubt sein, ob (wieder einmal) wirtschaftlichen Erwägungen der Vorrang vor pädagogischer Sinnhaftigkeit gewährt wird. Würde man die beiden o.g. Ansätze kombinieren, läge man auf einer ähnlichen Argumentationslinie wie Baden-Württemberg und Bayern. Diese beiden Bundesländer bestehen seit jeher auf einem gleich bleibenden Termin der Sommerferien. Begründung sind die zweiwöchigen Pfingstferien, die eine andere Regelung kaum zulassen würden. Vielleicht könnte sich Niedersachsen mit neu eingeführten Winterferien dieser Argumentation anschließen und in den gleichen Genuss gleich bleibender Sommerferientermine kommen!? Bundesweit vereinheitlichte Sommerferien hätten den Vorteil, dass man mit Freunde oder Verwandten, die in anderen Bundesländern arbeiten, auch einmal gemeinsam Urlaub machen könnte. Glaubt man der Tourismusbranche, müsste man in einem solchen Szenario wohl aber um die begrenzten Übernachtungskapazitäten kämpfen oder Jahre im Voraus buchen.

Nun ist also die Politik am Zug: Bis zum Jahr 2024 sind die Schulferien in Niedersachsen festgeschrieben und noch in diesem Jahr wird die Kultusministerkonferenz die Sommerferien ab 2025 festlegen. Erst danach kann über die neue Ferienordnung für Niedersachsen entschieden werden. Da wahrscheinlich alles beim Alten bleiben wird, schauen wir ein wenig neidisch auf Bayern und Baden-Württemberg und alle anderen Bundesländer, die Winterferien haben. Wir können uns ein wenig damit trösten, dass wir am Gymnasium Alfeld an die kurzen Halbejahresferien regelmäßig unseren Termin der schulinternen Lehrerfortbildung legen. Somit kommen immerhin die Schülerinnen und Schüler zu fünf freien Tagen, die eine spürbare Pause zwischen den Halbjahren erzeugen und sich sinnvoll nutzen lassen.

Alles Weitere lassen wir gespannt auf uns zukommen!

Michael Strohmeyer


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