Turnusgemäß erreichte das Kalenderjahr im Dezember am Gymnasium Alfeld seinen Jahreshöhepunkt mit den beiden gut besuchten Weihnachtskonzerten in der Kirche Sankt Nicolai. Vor vollem Haus gelang es unseren Musikern, mit besinnlichen, aber auch nachdenklich machenden Tönen die Bedeutung der Weihnacht vor Augen zu führen. Wie jedes Jahr wurde auch dieses Jahr für gemeinnützige Organisationen gesammelt. Dieses Mal bezog sich die Spendenaktion auf etwas konkret Erlebbares, das alle unmittelbar betrifft, weltweit von Bedeutung und regional angebunden ist: Die Klimaveränderung und das damit verbundene Waldsterben. Dieses ist nicht nur in großem Umfang im Harz, sondern auch bei uns im Hils, dem Ith und den Sieben Bergen zu erfahren. So wurde für zwei Wald-Stiftungen gesammelt, die Schulwaldprojekte und Aufforstungen in unmittelbarer Nähe organisieren und betreuen. Daher ist es sehr erfreulich, dass die Spenden in diesem Jahr circa 3500 € erbrachten, die richtig eingesetzt unmittelbare Wirkung entfalten können.

Das Kalenderjahr wurde dann im eigentlichen Sinne von unserem Ehemaligenball beendet, der nach zweijähriger Abstinenz dieses Jahr wieder stattfinden konnte. Im Hotel „Am Schlehberg“ fanden sich zum traditionellen Termin am zweiten Weihnachtsfeiertag über 200 Ehemalige ein, um Freundinnen und Freunde zu treffen, zu feiern und alte Erlebnisse aufzufrischen. Bei Musik und Tanz wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und daher darf diese Premiere als großer Erfolg gelten. Wünschenswert wäre, wenn sich noch mehr ältere Jahrgänge oder auch Kolleginnen und Kollegen einfinden würden, um das bunte Bild zu komplettieren und die Gelegenheit zum Austausch zu nutzen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sich Einzelne entwickelt haben und welche unerwarteten Wege sie gegangen sind. Eine kleine Bildergalerie des Balles ist auf der Hauptseite der Homepage zu finden.

Der Januar ist üblicherweise mit den letzten Vorbereitungen zum Halbjahresabschluss belegt: Es werden die letzten Klausuren und Klassenarbeiten geschrieben und zurückgegeben, Zensuren erstellt und Zeugniskonferenzen durchgeführt. Unsere elften Klassen befinden sich im dreiwöchigen Betriebspraktikum und werden erst wieder zur Zeugnisvergabe am 31. Januar in der Schule erwartet. Man darf gespannt sein, mit welchen Erfahrungen und Ideen die Schülerinnen und Schüler aus dem Praktikum, in dem sie ein Berufsfeld ganz konkret und eindrucksvoll erleben, in den Schulalltag zurückkehren. Für die einen mag es der Ausschlag zu einer Konkretisierung des Berufswunsches sein, für andere aber auch die Entscheidung herbeiführen, einen bestimmten Beruf nun doch nicht ergreifen zu wollen. Immerhin ist das Abitur noch nicht in unmittelbarer Nähe und die nächsten zwei Jahre sollen für weitere Entscheidungen und Konkretisierungen genutzt werden. Wie schön, dass das Abitur die Möglichkeiten für diverse Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Ausbildungs- und Studienmarkt ermöglicht – aber diese Aussicht kann leider auch zu Orientierungslosigkeit und Entscheidungsschwäche führen. Wenn man denn nicht begleitend und beratend zur Seite steht.

In Niedersachsen haben inzwischen immer mehr Beschäftigte einen Hochschulabschluss, im Jahr 2018 ist dieser Anteil auf 18,2 % gestiegen. Eine Ursache ist, dass die jüngeren, in den Arbeitsmarkt eintretenden Erwerbstätigen, in der Regel ein höheres Qualifikationsniveau als die älteren, aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Beschäftigten, aufweisen.

Die Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern in Niedersachsen wirft in diesem Zuge der Bildungspolitik vor, sie „sei über viele Jahre einseitig auf Abitur und Akademisierung ausgerichtet gewesen.“ (AZ, 3.1.2020)

Andererseits konstatiert sie, dass der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten unter den Auszubildenden auch kontinuierlich gestiegen sei auf nunmehr 12,3 %. Sie wünscht sich dennoch, dass „an allen Schulformen eine breite Berufsorientierung angeboten und die verschiedenen Berufe zeitgemäß vermittelt werden.“ (AZ, 3.1.2020)

Für das Gymnasium in Alfeld können wir sagen, dass genau dies umgesetzt wird. Sei es über die Job Dating Days an der BBS, dem Zukunftstag, dem Betriebspraktikum oder anderen freiwilligen Praktika – unsere Schülerinnen und Schüler haben mannigfaltige Möglichkeiten, sich nicht nur über die klassischen Studienmöglichkeiten, sondern auch über Ausbildungen und duales Studium zu informieren. Auch die Teilnahme am Management Information Game (MIG), ausgerichtet durch das Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft in Kooperation mit der heimischen Wirtschaft, ist EINE von vielen Möglichkeiten, sich mit den vielfältigen Berufsangeboten gerade auch im heimischen Umfeld auseinander zu setzen. Unser innerschulisches Angebot zur beruflichen Orientierung reicht dabei von Jump! über den Berufswahlpass, der Kompetenzanalyse bis zum oben beschriebenen Praktikum in der Einführungsphase. Wer dazu Genaueres lesen möchte, findet weitere dezidierte Informationen auf dieser Homepage unter „Schulprofil – Berufsorientierung“.

Dennoch bleibt die letztendliche Entscheidung den Schülerinnen und Schülern überlassen. Und dann ist man immer wieder überrascht, welchen Weg sie nun letztendlich genommen und welche Wege sie ausgeschlagen haben. Und genau dafür sind Ehemaligentreffen so nützlich, sei es bei den Weihnachtskonzerten, zu denen viele Ehemalige kommen, oder beim Ehemaligen-Ball oder dem Schulfest, das wir am 10. Juli feiern werden.

Ich wünsche daher allen ein gutes, neues Jahr und dass wie uns immer mal wieder begegnen und uns gegenseitig überraschen können!

Ihr Michael Strohmeyer


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