Liebe Leserinnen und Leser,

wie in den letzten Jahren zuvor, starten wir mit einer schulinternen Lehrerfortbildung in das zweite Halbjahr. Am Montag, den 04. Februar fällt der planmäßige Unterricht aus und das Kollegium widmet sich in zehn Arbeitsgruppe der Schulqualitätsentwicklung. Angeleitet von einem Schulentwicklungsberater der Niedersächsischen Landesschulbehörde wurde bereits ein Tag nach den Herbstferien zur Initialisierung der thematischen Schwerpunkte genutzt. Diese Arbeit soll nun fortgeführt, in weiten Teilen abgeschlossen und in das Schulprogramm überführt werden. Dabei geht es zum Beispiel um die mögliche Neuausrichtung unserer Profilklassen, die Ausgestaltung des Seminarfachs oder auch um die schulinternen Curricula zu Medien, Methoden und Mobilität.

Wie bereits im Januar beschrieben, ist unsere Unterrichtsversorgung im zweiten Halbjahr so gut, dass wir weitere Differenzierungskurse und Förderangebote anbieten werden und sogar per Abordnung mit einigen Stunden Mathematik an einer anderen Alfelder Schule aushelfen. Wenn es uns dann im Sommer gelingt, die wenigen Mangelfächer zu besetzen, die unsere Unterrichtsversorgung noch ausweist, sind wir für die nächsten Jahre gut gerüstet. Ebenso werden wir zum Sommer eine weitere Stelle in der erweiterten Schulleitung neu besetzen, denn das letzte Mitglied aus der alten „Männerrunde“ geht in den Ruhestand. Damit wären seit dem Jahr 2014, in dem ich als neuer Schulleiter an das Gymnasium gekommen bin, sämtliche Stellen in der erweiterten Schulleitung mit neuen Mitgliedern besetzt, die Schulleitung also komplett neu aufgestellt.

Zum ersten Mal bieten wir unsere Schnuppertage für die Viertklässler im Februar an. Circa 190 Kinder haben sich bereits angemeldet und werden unsere Schule von innen kennenlernen und an Probeunterrichten teilnehmen. Am Freitag, 15.02.2019 bieten wird dann für alle Interessierten den „Tag der offenen Tür“ an, der erstmalig mit dem Informationsabend zum Übergang auf das Gymnasium abgeschlossen wird. Wir sind gespannt, wie dieses neue Konzept bei Kindern und Eltern ankommt und freuen uns auf Rückmeldungen. Letztendlich werden die Anmeldezahlen im Sommer belegen, wie gut wir unser Angebot vermitteln und wie viele Kinder und Eltern wir überzeugen konnten, dass das Gymnasium Alfeld nicht nur eine gute Wahl, sondern die richtige Entscheidung für die weitere Schullaufbahn ist.

Wie inzwischen der örtlichen und überregionalen Presse zu entnehmen war, ist die Klage eines unserer Kollegen vor dem Verwaltungsgericht Hannover, für zusätzliche Aufgaben als Oberstudienrat entsprechende Unterrichtsentlastung zu erhalten, gescheitert. In anderen Bundesländern ist eine Entlastung durchaus möglich, ebenso an anderen Schulformen in Niedersachsen, die sich aber nicht immer direkt mit der Struktur eines Gymnasiums vergleichen lassen. Ebenso ist eine Entlastung von teilzeitbeschäftigen Oberstudienrätinnen und -räten an Gymnasien inzwischen erfolgt. Grundsätzlich sollte ein vollzeitbeschäftigter Oberstudienrat allerdings in der Lage sein, „durch planvolle und effiziente Arbeit Mehrarbeit zu kompensieren“, so der Richter. Dieser Argumentation möchte man gerne zustimmen, sie berücksichtigt allerdings nicht, dass in der Regel nicht nur eine Fachbereichsleitung, sondern noch weitere Aufgaben für eine Oberstudienrätin/einen Oberstudienrat hinzukommen müssen, um eine entsprechende Beförderungsstelle ausschreiben zu können. Aus Gründen der Fürsorge ist dann wieder die Schulleiterin/der Schulleiter vor Ort in der Verantwortung, gegebenenfalls eine Entlastung zu ermöglichen. Im Klartext und letztendlich heißt dies, das gesamte System der einzelnen Schule trägt die zusätzlichen Aufgaben, die in den letzten Jahren auf die Schulen heruntergebrochen wurden. Diese Aufgaben mit einer Beförderungsstelle zu honorieren, ist der eine mögliche Weg. Eine weitere Entlastung, um sich mit voller Hingabe den zusätzlichen  Aufgaben widmen zu können, wäre eine gewinnbringende Wertschätzung. Dies würde natürlich Kosten verursachen, sich aber mit großer Sicherheit positiv auf die Zufriedenheit und Arbeitsleistung der Betroffenen auswirken.

Aber unser Kultusminister hat bereits einige Ideen zur Entlastung angekündigt. Wir warten mit Spannung auf weitere Konkretisierungen!

Ihr Michael Strohmeyer

Liebe Leserinnen und Leser,

genau vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle die Abordnungen an andere Schulen dargestellt und über die Verwaltung unseres internen fachlichen Mangels berichtet. Denn trotz Neueinstellungen blieben im zweiten Halbjahr 2017/18 einige Engpässe erhalten, waren einzelne Fachbereiche unterversorgt. Dies stellt sich in diesem Jahr glücklicherweise ganz anders dar! Schon zu Beginn des Schuljahres lag unsere Unterrichtsversorgung annähernd bei 100 %, musste Fachunterricht nicht gekürzt werden und für das zweite Halbjahr sieht es sogar noch besser aus. Um die Gymnasien langfristig auf G9 vorzubereiten und für das Schuljahr 2020/21, das Jahr des ersten „neuen“ 13. Jahrgangs, mit genügend Lehrerstunden zu versorgen, sind ihnen schon im Vorfeld diverse Stellen zugewiesen worden. Bei uns am Gymnasium Alfeld waren dies drei Stellen, die wir alle erfolgreich besetzten konnten. Somit sind wir für das zweite Halbjahr 2018/19 in der komfortablen Lage, große Lerngruppen teilen zu können und weiteren Förderunterricht anzubieten. Und mit der guten Unterrichtsversorgung können wir noch einem selbst gesteckten Ziel und versuchen, einer verständlichen Forderung aus der Elternschaft nachkommen: Unterrichtsausfall gerade in den Klassen 5 und 6 durch Vertretungs- bzw. Differenzierungsstunden noch besser abzufedern und damit Ausfall weitestgehend zu kompensieren. Die Planungen diesbezüglich laufen, sind aber noch nicht abgeschlossen. Auch über kollegiale Hospitation und Team-Teaching haben wir bereits nachgedacht und können interessanterweise genau diese Anregung der Presse des neuen Jahres entnehmen. Der OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher, der seit 2002 die internationalen Pisa-Studien koordiniert, fordert, gegenseitige Unterrichtsbesuche zu ermöglichen. Damit wären ein fachlicher Austausch und eine Art permanente „interne Fortbildung“ möglich. Auch wenn ich für unser Gymnasium nicht bestätigen würden, dass „Lehrer viel zu oft wie Fließbandarbeiter behandelt werden“ oder „Einzelkämpfer“ sind (Schleicher am 02.01.2019), lässt unser niedersächsisches Bildungssystem grundsätzlich die oder den Einzelne/n in der Verantwortung, sind Strukturen für z.B. Teamarbeit wenig implementiert und der Fantasie und auch dem Gestaltungswillen der einzelnen Schule überlassen. Kollegialer Austausch ist dahingegen auf Betreiben der Kollegien viel weiter entwickelt und beschränkt sich nicht nur auf das gemeinsame Konzipieren von Klassenarbeiten. Viele Kolleginnen und Kollegen bereiten ganze Unterrichtsreihen gemeinsam vor, pflegen einen intensiven fachlichen und auch didaktischen Austausch und scheinen damit, neben der spürbaren Qualitätsentwicklung von Unterricht, auch eigene Belastungen durch das fachliche Korrektiv abzufedern. Hier kann man nur sagen: Weiter so!

Dem Anspruch der Qualitätsentwicklung wird auch unsere schulinterne Lehrerfortbildung am 04.02.2019 gerecht, bei der wir in einzelnen Arbeitsgruppen zu Themen der schulischen Qualitätsentwicklung arbeiten und unsere schulischen Strukturen weiter entwickeln. Eltern und auch Schülerinnen und Schüler sind explizit aufgerufen, sich an dieser Arbeit zu beteiligen, die konzeptionell durch einen Schulentwicklungsberater der Niedersächsischen Landesschulbehörde begleitet wird. 

Bis dahin hält der Januar wie gewohnt die letzten Nachschreibtermine und Zeugniskonferenzen bereit, bis es dann schon wieder in die kurzen Zeugnisferien und das zweite Halbjahr geht.

Ich wünsche der Schulgemeinschaft auf diesem Wege nochmals alles erdenklich Gute für das neue Jahr und dass alle ihren selbst gesteckten Zielen näher kommen.

Ihr Michael Strohmeyer

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