Liebe Schulgemeinschaft,

wir befinden uns im Juli und das Schuljahr neigt sich stetig seinem Ende entgegen.

Das Abitur ist mit den letzten Nachprüfungen abgeschlossen worden, mit denen einige Schüler*innen diesen Abschluss noch bestehen konnten. Eine wieder mit Livemusik durch die Bigband begleitete Abschlussfeier am 2. Juli beendet den schulischen Teil des Abiturs, am selben Abend konnte noch bis in die Nacht beim Abi-Ball in Buchhagen ausgiebig gefeiert werden.

Es hat sich wieder einmal als zielführend erwiesen, nicht zu früh zu verzagen, weder die Abschlussfeier noch den Ball abzusagen, sondern auf sinkende Inzidenzwerte und glückliche Rahmenbedingungen zu hoffen. Somit war für den diesjährigen Abiturjahrgang ein stilvoller Abschluss möglich, nachdem die letzten beiden Jahre der Schulzeit für diesen Jahrgang überwiegend von Einschränkungen gekennzeichnet waren.

Dafür hatten es dann die diesjährigen Abiturergebnisse aber in sich!

Zwar haben vier Schüler*innen diesen Abschluss leider nicht geschafft – gehen dafür mit dem Schulischen Teil der Fachhochschulreife von der Schule –  aber der Durchschnitt aller Endnoten ergibt die fantastische Note von 2,2.

Allein 31 Abiturient*innen sind unter dem Schnitt von 2,0 geblieben, fünf haben sogar mit einer 1,0 abgeschlossen. Das ist überdurchschnittlich gut und hatte niemand erwartet.

Über die Ursachen lässt sich nur spekulieren. Die zentralen Prüfungsaufgaben waren so schwer wie bisher, auch die in diesem Jahr im Vorfeld möglich Auswahl derselben war eher keine Erleichterung i.e.S. Ebenso wurden die Einbringungsmöglichkeiten bereits vor zwei Jahren geändert – auch dies musste also nicht zu signifikant besseren Ergebnissen führen.

Vielleicht war die Pandemie-bedingte Einschränkung des Privatlebens ursächlich, vielleicht haben sich einige noch mehr als bisher in die prüfungsrelevanten Unterrichtsinhalte vertieft – in Ermangelung von Sport, Kontakten, Kino, Konzert und Kneipe? Die Vorbereitung durch den Wechsel- und Distanzunterricht scheint – jedenfalls für die meisten – keinen großen Einfluss auf das Abitur gehabt zu haben. 

Wir freuen uns jedenfalls für jede/n Einzelne/n und sind stolz, diesem Jahrgang ein ganz „normales“ und erfolgreiches Abitur gewährleistet zu haben.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten.

Denn die Unterrichtsversorgung für das kommende Schuljahr macht uns allerdings große Sorgen. Da durch Versetzungen und das Ausscheiden aus dem Schuldienst unsere Personaldecke dünner wird und trotz intensiver Versuche keine weitere Einstellung möglich war, müssen wir mit deutlich unter 100% Unterrichtsversorgung planen. Auch wenn wir immerhin eine Nachtragsstelle zugewiesen bekommen haben, war diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr adäquat zu besetzen. Man darf sich an dieser Stelle wundern, warum das Kultusministerium nach den Einschränkungen der letzten 1 ½ Jahren und den erkennbaren immer wieder benannten Lernrückständen nicht frühzeitig durch vermehrte Einstellung oder auch der Reduzierung der Klassenstärke sinnvoll gegensteuert.

Wir haben dies immer wieder gefordert und zur Sprache gebracht, allerdings ohne Gehör zu finden.

Auch unser Schulelternrat hat inzwischen eine Beschwerde formuliert, die dem RLSB und dem MK zugehen wird.

Verringerung des Klassenteilers oder überproportionale Einstellungen kosten natürlich Geld. Aber die Expert*innen waren sich einig, dass die Schüler*innen nicht die Verlierer der Pandemie sein sollten und des besonderen Schutzes und der besonderen Betreuung bedürfen. Da erstaunt es umso mehr, dass man die Schulen sehenden Auges in die Unterversorgung laufen lässt.

Die Schulgemeinschaft wird sich also auf Stundenkürzungen einstellen müssen, und dies wohl nicht nur in einem Jahrgang. Dies ist inzwischen Fakt.

Dafür warten wir immer noch auf weitere Hinweise zur Streichung von Themen oder Kompetenzen in den einzelnen Fächern, die uns Anfang Juli zugehen sollten. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass in den Sommerferien kurzfristig Änderungen angeordnet werden, die die Rahmenbedingungen von Unterricht betreffen, wie das Tragen der MNB, das Einhalten von Mindestabstand oder den Wechselunterricht.

Wenn alles so weiterlaufen dürfte, wie es zurzeit möglich ist, wäre schon viel gewonnen und Sorge nicht angebracht.

Klar geregelt sind in diesem Schuljahr jedenfalls die Ausgleichsbedingungen zur Versetzung bei mangelhaften Leistungen, die für einen leichteren Übergang in die nächste Klassenstufe sorgen werden. Es wird also weniger Schulwechsler*innen und weniger Wiederholer*innen geben, was unsere Schülerzahlen insgesamt stabilisieren dürfte.

Ansonsten werden wir für das kommende Schuljahr mit den ersten Tablet-Klassen planen dürfen, da die Abfrage im Jahrgang sechs für Klasse sieben DREI stabile Tablet-Klassen ergeben hat. Wenn dieses Konzept Fuß gefasst hat und sichtbar erfolgreich umgesetzt werden kann, wird es als stabile Basis für die Arbeit in den weiterführenden Jahrgängen fungieren können und letztendlich wohl zu einer flächendeckenden Einführung mobiler Endgeräte führen.

Damit sollten wir nicht nur auf weitere Einschränkungen wie Distanzunterricht vorbereitet sein, sondern vor allem unseren Schülerinnen und Schülern einen modernen Unterricht mit sachgerechter  Vorbereitung auf die Anforderungen und auch Tücken der digitalen Umwelt gewährleisten können.

Wir wünschen allen erholsame Sommerferien, kommen Sie und kommt ihr alle gesund wieder!

Michael Strohmeyer


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